Der Volkssport Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug stellt eine Straftat dar, die von Kunden eines Versicherungsunternehmen oder durch eine Person im Auftrag des Kundens durchgeführt wird. Ziel ist dabei in den meisten Fällen, Versicherungsleistungen zu erschleichen, indem ein Versicherungsfall vorgetäuscht wird. Die in betrügerischer Absicht durchgeführte Tat stellt den Straftatbestand des Betruges nach Paragraph 263 Strafgesetzbuch dar, der bis zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren umfaßt. Daneben existiert noch der Mißbrauch von Versicherungsleistungen. Merkmale sind hier insbesondere die vorsätzliche Herbeiführung von Beschädigungen oder Zerstörungen bei von der Versicherung abgesicherten Gegenständen.

Erkennungsmerkmale beim Versicherungsbetrug

Ein Versicherungsbetrüger begeht seine Straftat mit dem Vorsatz, die Versicherung zu täuschen. Es können je nach Tat und Schwere folgende Klassen von Versicherungsbetrug gebildet werden.

  • Vorsatz: Führt der Versicherte wissentlich geplant eine Schadenstat durch, so kann von einem Vorsatz gesprochen werden. Der Versicherte wird seine Versicherung zunächst darüber informieren, dass aus „heiteren Himmel“ oder zufällig eine Beschädigung oder gar die Zerstörung der versicherten Sache eingetreten ist. Als Beispiel sei hier die mutwillige Zerstörung des eigenen Smartphones mit einem Gegenstand genannt. Der Versicherungsnehmer behauptet gegenüber der Versicherung oder Mobilfunkbetreiber, dass Smartphone sei plötzlich defekt gewesen.
  • Vortäuschung: Bei der Vortäuschung eines Schadenfalls ist in Wirklichkeit keine Beschädigung oder Zerstörung eingetreten. So wird demnach vom Versicherungsnehmer behauptet, es sei eine Beschädigung eingetreten. Beispielsweise beauftragt der Versicherungsnehmer einen guten Freund, das Autoradio des Versicherungsnehmer zu entwenden. Nach der Tat zeigt der Versicherungsnehmer den fingierten Diebstahl bei der Polizei und Versicherung an.
  • Maßlosigkeit: Mitunter versuchen Versicherungsnehmer einen Schaden in der Weise darzustellen, so dass dieser als deutlich höher gemeldet wird. Beispielsweise werden nach einem Diebstahl die entwendeten Gegenstände als deutlich wertvoller angegeben.

Aufklärung von Versicherungsbetrug

VersicherungsbetrugBei einer Versichertenmeldung werden die Versicherungen in der Regel den vorliegenden Fall kontrollieren. Dieses kann lediglich bei kleinen Schäden inhouse passieren, allerdings wird bei höheren Summen ein Sachverständiger sich den Fall ansehen und überprüfen. Beauftragte Detektive kommen dann zum Einsatz, wenn ein Vortäuschen zum Beispiel von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vermutet wird. Beim Eingang eines Falls wird zunächst eine Erkennungssoftware versuchen, automatisch einen Betrug zu erkennen. Das von vielen Versicherungen eingesetzte Softwarepaket „Intelligente Schadenprüfung“ wird anhand von logischen Entscheidungen verdächtige Schadensmeldungen im Vorfeld bereits erkennen. Besonders auffällige Versicherungsnehmer werden in das „Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft“ eingetragen. Betreiber der HIS-Datenbank ist eine Tochterfirma der Arvato Infoscore.

Fazit

Schaut man sich die Statistiken an, so entsteht der Versicherungsbranche ein geschätzter jährlicher Schaden von vier Milliaren Euro. Ungefähr zehn Prozent der gemeldeten Fälle stellen Betrugsfälle dar, die von organisierten Kriminellen durchgeführt werden. Es kann daher schon empfehlenswert sein, sich professionelle Hilfe in Form von Detektiven zu nehmen.
Bei Fragen oder Anregungen zum Thema Versicherungsbetrug können Sie uns gerne per Kontaktformular eine Nachricht zukommen lassen.
Weitere Informationen zum Versicherungsbetrug sind beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. erhältlich. Die Detektive der DETEK AG spüren Versicherungsbetrüger schnell und zuverlässig auf.

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