Der Detektiv – Instinkt und Gespür

Der Detektiv, der auch manchmal gerne mal als Privatermittler oder Schnüffler bezeichnet wird, sammelt Beweise von Tatbeständen. Dazu führt dieser eine Reihe von Beobachtungen, Ermittlungen oder Recherchen durch. Anschließend werden die Beweise in der Art zusammengetragen, so dass daraus eine fundierte Dokumentation des vorliegenden Falls entsteht. Die Dokumentation muss insbesondere dann in den Fällen genau und folgerichtig sein, wenn diese als Beweismittel vor Gericht verwendet werden.

Detektiv sein – Die Grundlagen

Bei der Arbeit eines Detektivs wird diesem kein spezielles Recht eingeräumt. Vielmehr sind die Detektive mit Jedermanns-Rechten unterwegs. So ist es nach Paragraph 127 Absatz 1 der Strafprozessordnung erlaubt, jemanden auf frischer Tat vorläufig festzunehmen, sofern die Identität nicht feststeht oder dieser Gefahr läuft, zu flüchten. Vor Gerichten ist die Sammlung von Beweisen durch Detekteien zulässig. Die Ortung von Personen, wie zum Beispiel durch einen GPS-Sender an einem Fahrzeug, ist nach neuester Rechtsprechung nicht mehr zulässig.

Der Vorgang zur Aufnahme einer Ermittlung

In der Regel wird ein Kunde, der ein bestimmtes Anliegen hat, den Detektiv telefonisch, per Mail oder auf der Website kontaktieren. In einigen Fällen begeben sich die Kunden auch direkt in die Detektei, laufen hier aber Gefahr, mitunter lediglich die Sekretärin anzutreffen. Es empfiehlt sich daher, vorab nach passenden Terminen für ein Treffen zu schauen und diese zu erfragen. Bei dem persönlichen Treffen von Kunden und Detektiv wird die Sachlage vom Kunden erörtert. Der Detektiv fragt grundlegen Daten vom Kunden und dem vorliegenden Fall ab. Zudem wird der Dienstvertrag vereinbart und unterschrieben.

Gründe für die Beauftragung eines Detektivs

Ein Detektiv wird dann kontaktiert, wenn der betroffene Auftraggeber nicht mehr weiter weiß. In der Regel hat dieser alle ihm bekannten Mittel ohne den gewünschten Erfolg eingesetzt. In manchen Fällen möchte der Auftraggeber auch keine Strafverfolgungsbehörden in strafrechtlichen Fällen einschalten. Dieses kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn zunächst nur Fakten zusammengetragen werden sollen. Erst wenn die Sachlage dadurch klarer wird, können offizielle staatliche Stellen kontaktiert werden. Die meisten Fälle beschäftigen sich jedoch mit Tatbeständen aus dem Zivilrecht, obgleich hier betont werden muss, dass durch Ermittlung strafrechtlich relevante Dinge erst bekannt werden können. Zu dieser Art von Fällen gehören das Vortäuschen von Krankheit oder die Verheimlichung von Vermögen und Einkünften vor unterhaltspflichtigen Menschen. Es sei noch generell darauf hingewiesen, dass ein Detektiv schweigsam sein muss. Weitere Informationen zum Berufsbild des Detektivs finden sich beim Bundesverband Deutscher Detektive (BDD) oder bei der Deutschen Akademie für Ermittlungsdienste GmbH

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